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Smart Data Services und der Datenschutz

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Die Smart Data Services ermöglichen die digitale Transformation von Städten und Kommunen und haben das Ziel, die Gesellschaft dadurch ökologisch, ökonomisch und sozial zu verbessern. Durch eine intelligente Datenauswertung können Städte und Kommunen wichtige Informationen zur Verbesserung der Infrastruktur erhalten. Somit können Lösungen entwickelt werden, um urbane Räume nachhaltiger, lebenswerter und effizienter zu gestalten. Um alle Projekte und Entwicklungen der Smart Data Services umsetzen zu können, müssen eine Menge an Daten gesammelt, verarbeitet und ausgewertet werden. Wie schaut es aber hier mit dem Datenschutz aus?

SMart data services und die Einhaltung der DSGVO

Oft wird im Zusammenhang mit Smart City und der hierfür notwendigen Datensammlung auch vor der Gefahr der Missachtung des Datenschutzrechts gewarnt, da die Erfassung und Analyse relevanter Daten einer Stadt oder Kommune auch Informationen über die Aktivitäten seiner Bürger:innen bietet. So sind Datenschutz und Datensicherheit von zentraler Bedeutung bei der Umsetzung der Smart City, um eine gesetzeskonforme Datenverarbeitung in der Smart City sicherzustellen. Bertram Bauer, Senior Data Engineer bei der roosi GmbH, erklärt in einem Interview mit der GKDS (Gesellschaft für kommunalen Datenschutz), wie es bei den Smart Data Services mit dem Datenschutz ausschaut. 

Grundsätzlich erfolgt auf der SDS-Plattform die Speicherung von Kunden- bzw. Mandantendaten. Diese unterliegen dem berechtigten Interesse des Verantwortlichen, da sie zur Begründung, Durchführung sowie der Beendigung der Vertragsverhältnisse notwendig sind. Bei Smart Data Services Lösungen und Produkten wird auf die Unterstützung geeigneter Governance-Tools gesetzt, die es ermöglichen, personenbezogene Daten genau zu dokumentieren. Dazu gehören sowohl die Angabe der Rechtsgrundlage, der Verarbeitungszweck, die Speicherdauer, die Weitergabe der Daten an Dritte, als auch die transparente Darstellung der für die Verarbeitung gespeicherten und verarbeiteten Daten. So werden Kund:innen auf Basis einer im Datenkatalog hinterlegten Dokumentation über die von ihnen gespeicherten Daten informiert und wenn erforderlich, wird die notwendige Einwilligung eingeholt. Dabei werden durch interne Serviceprozesse der Smart Data Services die gesetzlichen Anforderungen zum Datenschutz unterstützt. So werden Daten entsprechend dem Trennungsgebot in separaten Datenspeichern vorgehalten und durch automatisierte Prozesse gelöscht, sobald die gesetzliche Aufbewahrungspflicht abgelaufen ist.

Datenschutz und Privatsphäre in Smart Cities

Der Schutz der Privatsphäre in Bezug auf die Erfassung und Verwendung von Daten ist also zu einem wichtigen Thema geworden. In Bezug auf Smart Cities ist dabei eine der wichtigsten Möglichkeiten zur Sicherung der Privatsphäre die Datenminimierung. Hierbei wird das Sammeln personenbezogener Daten ausschließlich auf das für die jeweilige Aufgabe unmittelbar Relevante und Notwendige beschränkt. Somit wird sichergestellt, dass die Daten nicht für andere Zwecke missbraucht werden können.

Im Falle von Smart Traffic, der intelligenten Steuerung von Verkehrsflüssen auf Basis von automatisch erhobenen Daten zu Verkehrsdichte, Umweltbelastungen oder Wetterbedingungen, würde die Datenminimierung bedeuten, dass bestimmt werden muss, was ein angemessenes Level an gesammelten Informationen ist, die zur Identifizierung dienen. Denn die Nutzung von großen Datenmengen erlaubt es, nicht mehr nur den Verkehr, sondern das gesamte Mobilitätsverhalten zu analysieren. Wenn hierfür Sensoren oder Kameras installiert werden, um den Verkehr auf bestimmten Straßen zu beobachten, muss festgelegt werden, ob Bilder von Gesichtern aufgenommen werden oder ob es reicht, wenn die Bluetooth-fähigen Geräte gezählt werden, die an dem ausgewählten Punkt vorbeikommen.

Eine weitere Möglichkeit, um Datenschutz in Smart Cities zu sichern,  ist die Rückidentifizierung erhobener Daten. Dabei werden die gesammelten Datensätze von städtischen Behörden so bearbeitet, dass die enthaltenen Informationen nicht mehr zur Identifikation von einzelnen Personen genutzt werden können. Dies gelingt durch das Entfernen von grundlegenden Informationen wie Alter, Geschlecht oder Beruf. 

AUSBlick

Mit Hilfe neuer Informations- und Kommunikationstechnologien und durch den Einsatz technischer Lösungen,  die auf die individuellen Anforderungen einer Gemeinde und Kommune zugeschnitten sind, unterstützen die Smart Data Services Kommunen, Bürger:innen und Unternehmen auf ihrem Weg zu einer Smart Community. Durch die zukunftsweisende Verbindung neuester Technologien und Infrastrukturen können auf der Smart Data Services Plattform nicht nur bereits bestehende Lösungen betrieben, sondern auf Basis der verfügbaren Datensammlungen und durch Kombination mit intelligenten Verfahren eine Vielzahl neuer digitaler Services zur Verfügung bereitgestellt werden. Gleichzeitig kann die Plattform alle Vorteile eines gesicherten Betriebs bieten, da besonderes Augenmerk auf Datensicherheit und Datenschutz gelegt wird. Solange die wichtigsten Elemente für eine nachhaltige Digitalisierung beachtet werden, können die oben angeführten Gefahren aus der Datengewinnung und -nutzung vermieden werden.

 

Über die GKDS GmbH
Die GKDS Gesellschaft für kommunalen Datenschutz GmbH kennt als Tochter der AKDB die Strukturen
der Kommunalverwaltung sehr genau und bietet den Kommunen maßgeschneiderte Lösungen zu Datenschutz und Informationssicherheit.
Weitere Informationen & Kontakt: https://www.gkds.bayern

 

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